Y2K Vibes: ZurĂŒck in die 2000er
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Das PhĂ€nomen der Therians bezieht sich auf Menschen, die sich auf psychologischer, spiritueller oder persönlicher Ebene mit einem oder mehreren Tieren identifizieren. Sie drĂŒcken diese IdentitĂ€t sowohl in ihrem Alltag als auch innerhalb einer Gemeinschaft aus â vor allem ĂŒber soziale Netzwerke und bei persönlichen Treffen.
In den vergangenen Monaten hat ihre Sichtbarkeit deutlich zugenommen. Grund dafĂŒr sind vor allem virale Videos von vorwiegend jungen Menschen, die Therian-Masken tragen und sich in Parks und öffentlichen RĂ€umen auf allen vieren wie ein Tier ĂŒber den Boden bewegen. Das sorgt natĂŒrlich fĂŒr Neugier, Fragen und auch fĂŒr Kontroversen in Medien und sozialen Netzwerken.
Contents
Wie bereits kurz angedeutet, bilden Therians â auch Therianer genannt – im heutigen Internetkontext eine Subkultur von Menschen, die sich mit einem oder mehreren Tieren identifizieren. Die Tierart, mit der sie sich verbunden fĂŒhlen, wird als Theriotyp bezeichnet. HĂ€ufig handelt es sich dabei um einen zentralen Bestandteil ihrer persönlichen IdentitĂ€t.
Wesentlich fĂŒr das VerstĂ€ndnis von Therians ist:
Innerhalb der Community ist der Begriff Therianthropie verbreitet, um das GefĂŒhl zu beschreiben, nicht zur menschlichen Spezies zu gehören, die von der Biologie vorgegeben wird. Im Unterschied zu Furries, die vor allem auf KostĂŒme und Fiktion ausgerichtet sind, sprechen Therians von einer inneren Erfahrung bzw. einem inneren PhĂ€notyp, der sie oft seit der Kindheit oder Jugend begleitet.
Der Begriff Therianthropie stammt aus dem Griechischen (therion = Tier, anthropos = Mensch) und bezeichnete ursprĂŒnglich Mischwesen aus Mensch und Tier in Mythen und ErzĂ€hlungen. In seiner heutigen Bedeutung entwickelte sich die Therian-IdentitĂ€t insbesondere in Online-Foren in den 1990er-Jahren, konkret im Umfeld von Werwolf-Fantasien und hybriden Wesen. AllmĂ€hlich ging daraus eine eigenstĂ€ndige Subkultur hervor.
Die Verbindung zu Tieren wird unterschiedlich interpretiert:
Im Alltag Ă€uĂern viele Therians diese Verbindung durch Gesten, Bewegungen, Vorlieben und Symbole, die mit ihrem Theriotyp verbunden sind. Einige berichten zudem von sogenannten Shifts, also von subjektiven ZustandsverĂ€nderungen, in denen sie sich ihrem tierischen Anteil emotional oder in der Wahrnehmung nĂ€her fĂŒhlen, ohne dass dabei etwas ĂbernatĂŒrliches geschieht.
Obwohl die Therian-IdentitÀt online bereits seit Jahrzehnten existiert, hat sie erst durch Plattformen wie TikTok und Instagram eine breite öffentliche Aufmerksamkeit erreicht.
In den letzten Monaten haben sich zahlreiche Videos verbreitet, in denen Jugendliche mit Tiermasken, Ohren, SchwÀnzen oder anderen tierischen Accessoires die Fortbewegung von Vierbeinern in Parks, Schulhöfen oder an anderen Orten in einer Gruppe oder als EinzelgÀnger nachahmen.
Die GrĂŒnde fĂŒr diese ViralitĂ€t lassen sich in wenigen Punkten zusammenfassen:
Die Therian-Maske hat sich dabei zu einem visuellen Symbol entwickelt. HÀufig handelt es sich um individuell gestaltete Tiermasken (etwa von Katzen, Hunden oder Wölfen), die in vielen Videos und Berichten prÀsent sind.
Innerhalb der Community wird diese starke Fokussierung jedoch auch kritisch gesehen. Viele betonen, dass die Masken nicht nur dazu da sind, den persönlichen Theriotyp darzustellen. Ihre Funktion als Schutzelement, um die AnonymitÀt zu wahren, ist ebenfalls wichtig. Sie kritisieren jene, die darin lediglich eine Verkleidung oder ein Schauspiel sehen.
ZusĂ€tzlich wird die Aufmerksamkeit durch öffentliche Kontroversen verstĂ€rkt. Berichten zufolge wurde das PhĂ€nomen von einzelnen extremistischen Gruppen mit Desinformation aufgegriffen und als Beispiel fĂŒr gesellschaftlichen Verfall dargestellt. Diese Mischung aus Neugier, UnverstĂ€ndnis und kulturellen Spannungen hat dazu beigetragen, dass Therians hĂ€ufig Thema von Debatten, Memes und Schlagzeilen sind.
Die Therian-Community ist ĂŒberwiegend digital organisiert. In Foren, sozialen Netzwerken und Chat-Servern
Daneben gibt es auch reale Treffen, insbesondere unter Jugendlichen. Dabei kommen Therians in Parks oder öffentlichen RĂ€umen zusammen, tragen Masken oder andere Accessoires, bewegen sich entsprechend ihrer TieridentitĂ€t und tauschen sich ĂŒber ihr âawakeningâ und ihre Erfahrungen aus.
Innerhalb der Community wird groĂer Wert auf den respektvollen Umgang mit individuellen Grenzen gelegt. Nicht alle möchten sich öffentlich zeigen: Viele leben ihre Therian-IdentitĂ€t ausschlieĂlich online oder im privaten Umfeld.
Ein gemeinsames Symbol ist das Theta-Delta, das hĂ€ufig in Profilen oder Designs verwendet wird, um die Zugehörigkeit zur Therianthropie auszudrĂŒcken.
Der Aufschwung dieser Subkultur hat die Aufmerksamkeit von Psychologen und Anthropologen auf sich gezogen, die sie aus einer identitÀtsbezogenen Perspektive untersuchen. Auch wenn die Forschung bislang noch begrenzt ist, lassen die bereits vorliegenden qualitativen Studien verschiedene wiederkehrende Muster erkennen:
Einige Studien befassen sich mit Unterschieden im psychischen Wohlbefinden zwischen Therians und Nicht-Therians und zeigen lediglich geringe Abweichungen, die keine pauschale Pathologisierung rechtfertigen. Vielmehr wird dieses PhĂ€nomen als eine besondere Weise verstanden, sich selbst ĂŒber die Verbindung zu Tieren und im Kontext der zeitgenössischen digitalen Kultur zu definieren.
Innerhalb der Community wird hÀufig zwischen zwei Formen unterschieden:
Fachleute empfehlen, das Thema differenziert und respektvoll zu betrachten â ohne vorschnelle Urteile zu ziehen und ohne dieses PhĂ€nomen ausschlieĂlich als âTrendâ oder âVerrĂŒcktheitâ einzuordnen.